Optimales Rückentraining

Als Prävention oder auch Rehabilitation eines schmerzenden Rückens kennen wir normalerweise drei Möglichkeiten: Physiotherapie - Rückenschule - Fitnessstudio:
Doch vielleicht denken Sie weiter als die Werbeleute denken? Kurzfristig ist die Physiotherapie wunderbar. Wärme und Massagen lockern die verkrampfte Muskulatur und anschließend, falls die Krankenkasse mitmacht, werden die Gelenke noch etwas durchbewegt. Aber weshalb waren die Muskeln eigentlich verspannt? Aufgrund einer Gewebeverletzung - Bandscheibe, Gelenkkapsel, ...? Aufgrund psychischer Anspannung? Wurden also womöglich nur Symptome bekämpft, nicht aber die Ursache? Der Orthopäde freut sich, der Physiotherapeut auch, aber was machen Sie?
Vielleicht gehen Sie in eine Rückenschule und lernen sich rückengerecht durchs Leben zu schlagen. Diese Einrichtung, gerade wenn sie auf dem aktuellen Stand der Rückenschulbewegung ist, kann ich nur empfehlen. Gerade bei eher psychisch bedingten Problemen sind Sie in der "neuen Rückenschule" sehr gut aufgehoben. Mir als Sportlehrer fehlt allerdings eine sehr wichtige Sache: das richtige Muskeltraining.
Dies möchten Sie im Fitnessstudio bekommen, vielleicht sogar bei Kieser und co.? Vergessen Sie es! Wann glauben Sie, passieren die meisten Hexenschüsse oder sogar Bandscheibenvorfälle? Beim Heben einer schweren Last oder beim schnellen Bücken und Heben nach einem Kugelschreiber/Schlüssel/o.ä.? Genau, die schnelle Bewegung birgt ein viel höheres Risiko als die langsame kontrollierte, auch wenn letztere mit einer höheren Last ausgeführt wird. Doch was wird im Studio trainiert? Langsame Bewegungen in einer Apperatur ohne jede Möglichkeit für Ausgleichsbewegungen. Sie trainieren also weder schnellkräftige Bewegungen (vielleicht möchten Sie ja mal wieder Tennis spielen oder mit den Kindern etwas Fußballern?) noch lehren Sie Ihren Körper sich zu stabilisieren. Die Stabilisierung übernimmt das Fitnessgerät. Was also bringt das Training? Sie können hinterher wieder locker einen Wasserkasten heben. Aber wehe, diese Hebung erfolgt nicht 100%ig rückengerecht...

Mein Ansatz:
1. Mobilisation
Also viele Bewegungen im schmerzfreien Bereich mit möglichst viel Spaß dabei "Hurra, ich kann mich bewegen!"
2. Rückenschule
Hier eher rückenspezifische Lebensweltanalyse mit gemeinsamer Suche nach Lösungsstrategien. Oder einfacher: Wir schauen z.B. Ihren Arbeitsplatz an und versuchen ihn an Sie anzupassen.
3. Training, Training, Training
Jetzt wird geschwitzt! Ausdauer - die meisten Rückenverletzungen entstehen im ermüdeten Zustand. Maximalkraft - alltägliche Belastungen, z.B. Wasserkästentransport, darf keine Herausforderung für Sie sein. Schnellkraft - damit Ihre Muskulatur im Falle eines Falles schnell reagiert, bevor die Bandscheibe beschädigt ist! Explosivkraft und Plyometrie - dies muss nicht sein, nur falls Sie ballsportlich aktiv sind, ist es bestimmt angenehm, wenn Ihre Bandscheiben einem schellen Sprint mit plötzlicher Änderung der Bewegungsrichtung standhalten - oder wie denken Sie darüber?).

Muskeln, Knochen und Knorbel (Bandscheiben) können Sie trainieren. Mein Konzept hilft Ihnen dabei. Probieren Sie es aus.